Wenn Güter – egal in welcher Form – sortiert, ausgewertet und gesammelt werden müssen, besteht immer die Gefahr, den Überblick zu verlieren. Auch Daten, wie z.B. die des Melderegisters im Einwohnermeldeamt, der Warenbestand eines Online-Händlers oder die Nutzer eines Social Network müssen verwaltet werden. Die beste Lösung dafür sind – welch Überraschung – Datenbanken 😉 Im Multimediatechnik-Studium lernte ich, wie man von der Aufgabe (z.B. Kundendaten erfassen) zur fertigen Datenbank inklusive Programmierung gelangt. Übrigens: Das Wort „Bank“ stammt aus dem Italienischen „banco“ und bedeutet so viel wie „Ladentisch“.

Eine Frage der passenden Software

Heutzutage würde niemand mehr auf die Idee kommen, alle Informationen auf Karteikarten zu schreiben – erst recht nicht wenn es sich um abertausende Datensätze handelt. Für diesen Zweck gibt es zum Glück Datenbanken. Meist verbergen sich dahinter ein oder mehrere sehr leistungsfähige Rechner, auf denen eine spezielle Software läuft – das Datenbanksystem. Zudem hat sich mit SQL (Structured Query Language) weltweit ein wichtiger Standard in Sachen Programmiersprachen etabliert.

Blog_MINT in MV_Datenbank

Für größere Datenbanken gibt es unterschiedliche Management-Systeme.

Wie ist so eine Datenbank aufgebaut?

In den letzten Jahrzehnten haben Mathematiker und Informatiker viele verschiedene Datenbankmodelle entwickelt. Klassische Datenbanken kann man sich wie eine Sammlung mehrerer Tabellen vorstellen, die zueinander in Beziehung stehen. Man nennt solche Datenbanken auch „Relationale Datenbanken“. Ein Beispiel: Die Tabelle „Kunde“ enthält Name und Anschrift, in einer anderen Tabelle „Artikel“ findet ihr alle Waren und Angaben zum Preis, Bezeichnungen und so weiter. Und jetzt kommen die Beziehungen ins Spiel: Wenn ein Kunde einen Artikel bestellt, wird eine Tabelle „Bestellung“ erzeugt – eine Verbindung der Tabellen „Kunde“ und „Artikel“. Dabei greift man auf bestehende Daten zurück, das spart Zeit und Geld.

Blog_MINT in MV_Datenbank

Vereinfachte Darstellung einer simplen Datenbank.

Welche Möglichkeiten bieten Datenbanken?

Wenn alle Informationen getrennt erfasst sind, lassen sich ganz elegant Statistiken erstellen: Welcher Artikel läuft gut? Wer hat was und wieviel gekauft? Wo kommen die meisten Kunden her? In den bloßen Daten stecken mehr Informationen als ihr im ersten Augenblick vermutet. Wirtschaftsinformatiker sprechen in diesem Zusammenhang auch vom Data Mining – nach dem Wissen muss schließlich „gegraben“ werden 😉