Wie erleichtert ich war, als die letzten Zeilen der Bachelor-Thesis getippt waren und ich das gute Stück schließlich als gebundene Fassung in Händen hielt! Mit der Fertigstellung macht man einen dicken Haken auf der eigenen To-Do-Liste. Für einige hat die Reise hier ein Ende, nicht jedoch für Master-Studenten wie mich. Danny hat in seiner Reihe „Abschlussarbeit“ schon viele nützliche Tipps gegeben. Nun möchte ich euch zeigen, worauf es in der Master-Thesis ankommt.

Was ist eine wissenschaftliche Arbeit?

Kernpunkt einer (Bachelor/Master)-Thesis ist die Anfertigung einer wissenschaftlichen Arbeit. Doch was bedeutet das? Ihr müsst in der Lage sein, eure eigenen Gedanken und Lösungsansätze mit bestehenden Erkenntnissen zu kombinieren bzw. zu untermauern. Noch bevor mit der Themenbehandlung begonnen wird, muss man sich mit passender Fachliteratur beschäftigen. Die Arbeit mit fremdem Gedankengut ist sehr wichtig – egal, ob es um Normen oder Artikel in Fachzeitschriften geht. Innerhalb der Thesis stellt man immer wieder den Bezug zur studierten Literatur her.

Wozu die ganze Literaturrecherche?

  1. Wenn verschiedene unabhängige Wissenschaftler (euch eingeschlossen) zu den gleichen Erkenntnissen gekommen sind, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man mit seiner eigenen Lösung richtig liegt.
  2. Wenn man sich an entsprechende Vorschriften und Vorgaben hält, spricht dies für ein zielgerichtetes, methodisches und kontrolliertes Vorgehen. Dies wird auch im Job später von euch verlangt.

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Wer gibt das Thema für die Abschlussarbeit vor?

Kommt drauf an. Arbeitet ihr in einem Betrieb mit einem Betreuer schon länger an einem Problem? Dann sucht euch einen Professor eurer Hochschule und grenzt zusammen die Thematik der Thesis ein. Auf diese Weise seid ihr sicher, dass sie den wissenschaftlichen Ansprüchen genügt und ihr nicht mit einem wildfremden Themengebiet konfrontiert werdet. Es gibt auch Themen, die direkt von der Hochschule vorgegeben werden. Kann man machen, muss man aber nicht 😉 Es ist immer hilfreich, wenn euch das Thema interessiert und ihr auch ein wenig Ahnung davon habt.

Systematik ist der Schlüssel zum Erfolg

Es geht nicht darum, einfach drauf los zu schreiben – das wäre nicht wissenschaftlich! Die Problemlösung muss systematisch erfolgen. Wie auch bei der Bachelor-Thesis erarbeitet ihr euch eine Struktur, die sich wie ein roter Faden durch die gesamte Arbeit zieht. So verliert ihr nie das Ziel aus den Augen und könnt euch stets selbst kontrollieren.

Unterschiede zur Bachelor-Thesis

Vom Master-Studenten wird ein höherer Grad an Selbständigkeit verlangt. Wo im Bachelor-Studium häufiger der Betreuer nachhelfen kann, sollte ein angehender Master selbst zur Lösung gelangen. Beim Durchführen von Experimenten wird vorausgesetzt, nach gültigen Standards zu verfahren – also nach wissenschaftlich fundierten Vorgaben. Der größte Unterschied ist aber die Bearbeitungszeit. An der HS Wismar bleiben dem Studenten drei Monate für die Anfertigung der Bachelor-Thesis, für die Master-Thesis habt ihr sechs.