Heute, so hat man den Eindruck, gibt es eigentlich nur noch ein hartes Medium für Musik und Filme: CDs, DVDs, BluRays – im Grunde doch alles die gleichen Plastikscheiben, alle beschrieben und gelesen von Lasern.
Früher war der Markt bunter, könnte man meinen, aber falsch! Es gab zwar mehr verschiedene Produkte, aber die grundlegende Technik war auch fast immer dieselbe. Die beiden bekanntesten Vertreter dürften die Kompaktkassette von Philips und das Video Home System (VHS) von JVC sein.

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Wie funktionieren Kassetten mit Magnetband?

Im Gegensatz zur heute üblichen optischen Abtastung enthielten diese Kassetten Bänder, die magnetisiert wurden. Wie man nun Audiosignale speichert, kann erahnt werden: Das Band wird einfach entsprechend der Frequenz des Tones abwechselnd magnetisiert oder eben nicht. Aber wie soll das mit Videosignalen funktionieren?

Sie werden im Prinzip auch als Töne gespeichert! Zuerst wird das Signal in Helligkeitsinformationen und Farbinformationen aufgetrennt. Die Helligkeitsinformationen werden dann „frequenzcodiert“, das bedeutet die Tonhöhe bestimmt die Helligkeit. Gleichzeitig wird ein deutlich tieferer Ton mit konstanter Tonhöhe gespeichert. Die Lautstärke dieses Tones liefert die Farbinformation. Die Farbinformation ist also „amplitudencodiert“. Um das ganze Bild zu erfassen, enthält das Band etliche parallele Spuren.

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Mehr Retro-Technik findet ihr hier:

Schon irgendwie genial, oder?