Damit ihr in Zukunft eine bessere Vorstellung davon habt, was man im Bachelorstudiengang Geoinformatik an der HS Neubrandenburg lernt, werde ich in nächster Zeit einige Module kurz vorstellen.
Heute geht es um das Modul… (Trommelwirbel!) Ja, genau: Fernerkundung und Navigation 🙂 Das klingt wirklich interessant und genau das ist es auch.

Fernerkundung in der Geoinformatik: Wozu eigentlich?

Um zu verstehen, wofür die Fernerkundung wichtig ist, muss man wissen, was dahinter steckt. Bei der Fernerkundung handelt es sich per Definition um eine Wissenschaft, die eine Fläche untersucht. Und zwar nicht im direkten Kontakt, sondern aus der Ferne. Man nimmt dafür unter Anderem eine Kamera und einen Zeilenabtaster. Viele Fernerkunder kennt ihr sogar, auch, wenn ihr sie nicht seht – zum Beispiel Satelliten 😉 Sie untersuchen die Umwelt, das Wetter oder Landschaften aus der Ferne. Warum? Weil man z.B. Höhen messen oder neue Wasserwege finden will.

MINT_Blog_Rund ums Studium_navigation

 

Navigation und ihre fünf Fragen

Das Wort „Navigation“ kreuzt mittlerweile ziemlich oft unseren Alltagsweg. Nicht zuletzt aufgrund von Navis im Auto oder Handy. Nur noch die Wenigsten werden bei Ausflügen die gute alte Landkarte mit sich führen, um im Nachhinein festzustellen, dass man sie vielleicht doch hätte andersrum halten müssen 😉 Der Begriff „Navigation“ kommt ursprünglich aus der Schifffahrt und bedeutet so viel wie „ein Schiff führen“. Später wurde er dann auch in der Luftfahrt und im Landverkehr eingesetzt. Um das gewünschte Ziel zu erreichen, bedient sich die Navigation fünf Fragen:

1. Wo bin ich? (Standort)
2. In welcher Richtung liegt mein Ziel? (Kurs)
3. Wie weit ist es bis zum Zielort? (Entfernung)
4. Auf welchem Weg komme ich ans Ziel? (Weg)
5. Wann bin ich am Ziel? (Zeit)

Tja… eigentlich stellt man sich vor jeder Reise all diese Fragen, oder? Diese fünf Aspekte sind zwar sehr wichtig aber zusätzlich dazu sind verschiedene Berechnungen aus der Geometrie, vor allem Winkel- und Richtungsmessung, aber auch Eigengeschwindigkeit und Entfernung von Distanzen müssen berechnet werden. Wie dies genau funktioniert, lernt ihr dann natürlich in diesem Modul 🙂

Leistungen im Modul Fernerkundung und Navigation

Zum Schluss noch einmal kurz zu den allgemeinen Fakten: wie ihr sehen könnt, setzt sich das Modul den zwei namensgebenden Teilen zusammen. Insgesamt beschäftigt man sich inklusive Selbststudium (laut Plan) rund 150 Stunden mit diesem Modul. Abgeschlossen wird es mit einer zweistündigen Klausur, wobei jedes Themengebiet jeweils 60 Minuten umfasst. Im Prinzip also zwei kleine Klausuren nacheinander, da beide Bereiche getrennt voneinander unterrichtet werden.

Wollt ihr lieber aus der Nähe messen? Dann seid ihr in der Geodäsie auf jeden Fall gut aufgehoben!