Nach meiner ersten „Nähkästchen-Plauderei“ zum Modul Fernerkundung und Navigation möchte ich euch nun die wunderschöne Welt der Algorithmen und Programmierung etwas näher bringen. Auch, wenn es bei erster Betrachtung etwas trocken klingen mag: Ihr werdet überrascht sein, was mit den richtigen Algorithmen alles möglich ist 🙂

Algorithmen – Die Lösung des Problems

Algorithmen sind uns in der Schule schon häufig begegnet. Gelegentlich hat sie jeder von uns schon mal verflucht. Allerdings denken die Wenigsten darüber nach, was alles dahinter steckt und was mit ihnen alles möglich ist. Ob nun das Arbeiten mit dem Handy oder das Spielen an der Konsole: Alles lässt sich mit den Ziffern 0 und 1 ausdrücken. Algorithmen sind Handlungsvorschriften zur Lösung eines Problems. Ein beliebtes Beispiel zur Erklärung ist das Kochrezept. Werden alle Schritte exakt nach Anleitung befolgt, erhält man am Ende immer ein und dasselbe Resultat. Es gibt allerdings auch komplexere Algorithmen, die schwierigere Aufgaben bewältigen können und sogar lernfähig sind oder Zusammenhänge erkennen.

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Was alles möglich ist…

Besonders interessant finde ich, dass die Polizei in Santa Cruz, Kalifornien, bereits seit 2011 ein Computerprogramm verwendet, welches Verbrechen verhindern soll, obwohl diese noch gar nicht passiert sind. Dieses Programm kann den Ort und den Zeitpunkt zukünftiger Straftaten „voraussagen“. Die zuständigen Polizisten können so oft schon zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Indem die Algorithmen auf aufgenommene Daten von Strafdelikten aus den vergangenen fünf bis zehn Jahren zurückgreifen, kann das Programm berechnen, wo als nächstes mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Verbrechen auftreten wird. Schon bemerkenswert, was die Ziffern 0 und 1 alles können, oder?

Grundlegende Informationen zum Modul

Das Modul „Algorithmen und Programmierung“ begegnet euch im Geoinformatikstudium an der HS Neubrandenburg sogar zwei Mal. Einmal im zweiten und dann nochmal im dritten Semester. Das Modul startet natürlich erstmal mit der Vermittlung von Grundlagen. Ziel ist es dann, diese zu beherrschen, um Algorithmen sowie Datenstrukturen objektorientiert formulieren und anwenden zu können.

Beide Module (I und II) sind jeweils mit 150 Stunden angesetzt und beinhalten jeweils 28 Stunden für Vorlesungen und 28 Stunden für Übungen. Den Rest machen Belegarbeiten und das allseits beliebte Selbststudium aus 😉 Bei der Prüfungsleistung handelt es sich dann um eine zweistündige Klausur oder eine Belegarbeit. Schlussendlich soll man dann in der Lage sein, praktische Problemstellungen umzusetzen und entsprechend anzuwenden. Für beide Module erhält man jeweils fünf Credits.

 

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