Wismar gehört zu den vielen Städten Ostdeutschlands, die enorm von der Deutschen Einheit profitiert haben. Auf den Erhalt und die Pflege der denkmalgeschützten Gebäude wurde einst wenig Wert gelegt, was zum Verfall der Innenstadt beitrug. Nach 1990 wurde überall aufwendig saniert und modernisiert. Spaziert man heute durch die wunderschöne Altstadt, ist nichts mehr von den einst grauen Tagen zu sehen. Über die Altstadt kann man nur sagen, dass sie absolut sehenswert ist. Alle Gebäude haben diesen alten Charme, jedoch nicht im Sinne von altbacken, sondern klassisch.

Der Marktplatz von Wismar

Generell ist es eine gute Idee, mit einer City-Tour am zentralen Punkt der Stadt zu beginnen – dem Marktplatz! Bestaunt die Wasserkunst, das alte Rathaus oder den Alten Schweden. Viele verschiedene Architekturstile treffen hier aufeinander und Cafés, Eisdielen und Restaurants reihen sich aneinander. Wer Interesse an der Geschichte der Hansestadt hat, sollte unbedingt die ständige Ausstellung „Wismar – Bilder einer Stadt“ im Rathauskeller besuchen. Übrigens: Nord-westlich des Marktplatzes befindet sich mein persönlicher Lieblingsort in Wismar – der Hafen.

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Blick auf den Marktplatz in Wismar – schön, oder?

 

Die Einkaufsstraße in Wismar

Auf der Einkaufsmeile ist so gut wie alles zu finden – vom schicken Fummel bis zum überflüssigen Kitsch. Aber wer hätte schon gedacht, dass DIE deutsche Kaufhauskette in Wismar ihren Ursprung hat? Rudolph Karstadt eröffnete hier 1881 das Karstadt-Stammhaus. Allen Online-Stores zum Trotz – Karstadt in Wismar hat immer noch geöffnet. Und falls ihr doch nicht dort fündig werdet, folgt einfach der Lübschen Straße, schaut mal nach rechts oder links. Denn zu entdecken gibt es immer etwas – vor allem in den kleineren Geschäften.

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Das Karstadt-Stammhaus in Wismar

 

Die Hafenpromenade

Frischer Fisch – egal ob paniert, frittiert, geräuchert oder mariniert – gehört für mich einfach zum Speiseplan dazu. Wenn heutzutage Grundschulkinder denken, Fischstäbchen würden im Meer schwimmen, haben sie wohl noch nie eine reichhaltige Auslage bestaunen können, wie sie in den Verkaufsständen im Hafen in Wismar Gang und Gäbe ist. Was geht schon über eine Portion Backfisch im Bierteig oder – ganz klassisch – ein Matjesbrötchen? Und dann auch noch frisch vom Kutter… mjam 😀 Da kommt so schnell nichts ran.

Hin und wieder bauen auch Schausteller ihre Fahrgeschäfte an der Hafenpromenade auf. Die nächste Gelegenheit ist das Hafenfest vom 11.-14. Juni. Aber auch ohne den ganzen Trubel kann man ganz prima mit Blick Richtung Ostsee entspannen.

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Hab ich schon erwähnt, dass ich auf frischen Fisch stehe? 😉

 

Das Brauhaus am Lohberg

Ein letzter Tipp an alle Liebhaber des Gerstensaftes: Unweit des Hafens liegt das Brauhaus am Lohberg. Nicht unbedingt die hippste Art auszugehen, aber darum geht’s ja auch gar nicht. Eine kleine, aber feine Auswahl Wismaraner Bierspezialitäten und exklusive saisonale Sorten machen definitiv Lust auf mehr! Aber bitte nicht übertreiben: ein Kater und die erste Vorlesung um 8:15 sind eine ausgesprochen schlechte Idee – behauptet also nicht, ich hätte euch nicht gewarnt 😛