In einem Internetshop habe ich neulich einen Bausatz entdeckt, der dem Ziel dient Alltagselektronik auszulesen. Alltagselektronik auslesen? Ja, genau: Mittlerweile wird kaum noch ein Gerät ohne Mikrochip und damit verbundenem Speicher ausgeliefert. Mikrotechnik wohin man guckt. Aber was ist so ein Chip eigentlich und wie wird er hergestellt? Ich hab mir das mal angeguckt!

Transistoren, die kleinsten Bauteile eines Mikrochips

Transistoren, die kleinsten Bauteile eines Mikrochips

Was sind Transistoren und wie funktionieren sie?

Der Aufbau eines Mikrochips verrät im Grunde nichts über die in ihm schlummernden Talente. Es handelt sich nämlich lediglich um ein winziges Netz aus unzähligen Transistoren. Die kann man sich vorstellen wie eine Klingel: Es gibt einen Ein- und Ausgang für den Strom. Und einen dritten Anschluss, der dem Knopf an sich entspricht, nur dass bei einem Transistor elektrisch und nicht mechanisch gedrückt wird.

Ein Mikrochip wird aus unzähligen Transistoren hergestellt

Um einen Mikrochip herzustellen, braucht man zunächst die Grundplatte, den sogenannten Waver. Das ist eine runde Platte aus Silizium von extrem hoher Reinheit mit einem Durchmesser von 0,5-3 Millimeter.

Durch Beschuss mit Bor-, Phosphor– und Arsenatomen wird dann die grundsätzliche Transistorstruktur aufgebaut und nach dem Auftragen der „Knöpfe“ ist der Aufbau der Transistoren abgeschlossen. Über der Transistorschicht werden nun immer mehr Schichten aufgebaut, die Leiterbahnen beinhalten und die Transistoren mit einander verbinden.

Nachdem die Waver mit einer Schutzschicht versehen worden sind, werden sie in die einzelnen sogenannten Dies zerschnitten. Die bekommen dann noch ein Gehäuse, der Chip ist fertig – und kann nun an seinem Bestimmungsort eingesetzt werden, z.B. in einem Handy – und den kann ich dann mit meinem neuen Bausatz auslesen :-P.