Daniel ist 25 Jahre alt und studiert im 4. Semester Geologie an der Universität Greifswald. Ich habe ihm ein paar Fragen gestellt um mehr über sein Studium zu erfahren. 😉

 

Was ist das Besondere an deinem Studiengang Geologie?

Das sind eigentlich viele Aspekte, um nicht zu sagen das Gesamtpaket. Es beginnt schon damit, dass Geologie in Greifswald ein sehr kleiner Studiengang ist, im 4. Semester sind wir nur gut 20 Studenten. In einer so überschaubaren Gruppe machen mir die Vorlesungen und Übungen mehr Spaß.

 

Was macht dir am meisten Spaß?

Die Inhalte des Studienganges interessieren mich besonders, weil wir lernen wie die Erde entstanden ist, wie sie aufgebaut ist und welche Prozesse im Erdinneren und an der Oberfläche ablaufen. Man sieht seine Umgebung auf einmal mit ganz anderen Augen und es stellt sich zwangsläufig die Frage, welche Prozesse eine Rolle bei der Gestaltung der Oberfläche gespielt haben und welche Gesteine wohl zu finden sind.

Und natürlich machen die Exkursionen viel Spaß. In den Semesterferien nach dem Sommersemester ist man als Geologe immer im Gelände unterwegs und darf die gelernte Theorie in die Praxis umsetzen.

 

Wieso hast du dich für Geologie entschieden?

Nach meiner eher trockenen kaufmännischen Ausbildung konnte ich mir nicht vorstellen mein Arbeitsleben im Büro hinter einem Computer zu verbringen! Ich orientierte mich noch einmal neu und dabei kam ich auf Geologie. Das lag insofern nahe, da hier viele naturwissenschaftliche Bereiche aufeinandertreffen und ich gleichzeitig gerne verstehen wollte, was mit unserer Erde geschieht, woraus sie besteht und was sie im Inneren zusammenhält.

Die Geologie befasst sich mit vielen Themen, zum Beispiel mit Erdbeben, Vulkanen und dem Klimawandel oder wie sich Gebirge bilden und woraus Gesteine bestehen. Wie bilden sich Kontinente und Ozeane?

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Im Studium lernt man auch, wie Gesteine bestimmt werden

 

Was sollte man für ein Geologie-Studium mitbringen?

Sehr wichtig ist natürlich das Interesse an Naturwissenschaften! Außerdem solltest du auf jeden Fall eine Affinität zu der Arbeit im Gelände haben. Auf den Exkursionen nach dem zweiten Semester ist man den ganzen Tag draußen unterwegs und schaut sich interessante Aufschlüsse an oder kartiert ein Kliff.

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Im Geologie-Studium werdet ihr viel Zeit draußen verbringen!

Wie für jedes Studium sollte man sich selbst organisieren können. Das Wichtigste ist aber das Interesse an dem Studienfach! Die Inhalte müssen einem Spaß machen, ansonsten ist man hier ganz schön aufgeschmissen 😉

 

Kannst du den Studiengang Geologie kurz einmal beschreiben? Welche Inhalte erwarten einen?

Am Anfang des Studiums geht es mit den Grundlagen los, also Mathe, Chemie und Physik. Dazu gehören auch Praktika, die mir viel Spaß gemacht haben. Das Coole ist, dass von Beginn an Vorlesungen zur Einführung in die Geologie stattfinden, die einem schon zeigen, ob man hier richtig ist.

Wir haben im ersten Semester gelernt, wie man Gesteine bestimmt, sodass man praktisches Wissen erlangt hat, mit dem man Zuhause angeben kann 😉 Im zweiten Semester geht es mit den Grundlagen weiter. Es kommen aber auch Fächer wie Mineralogie und Paläontologie hinzu.

Im Sommer sind wir auf zwei Exkursionen gefahren, nach Thüringen und auf die Insel Poel. Das war natürlich ein großartiges Erlebnis.

Man lernt außerdem das geologische Handwerkzeug des Kartierens. Im dritten Semester haben wir angefangen uns mit dem Grundwasser zu beschäftigen.

Für alle die jetzt noch mehr wissen möchten, gibt es das Modulhandbuch online.

 

Weißt du schon was du nach dem Studium mit dem Abschluss machen willst? Welche Möglichkeiten gibt es?

Ich persönlich weiß noch nicht genau, was ich nach dem Studium machen möchte. Spannend ist für mich u.a. der Bereich, bei dem die Kräfte im Erdinneren eine Rolle spielen, z.B. Erdbeben.

Die Tätigkeitsfelder eines Geologen sind vielfältig: In der Forschung werden Geologen gebraucht, aber auch in der Wirtschaft, z.B. in der Energie– und Rohstoffwirtschaft. Aber auch in Ingenieurbüros, bei Versicherungen und in geologischen Landesämtern findet man als Geologe Arbeit.

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Ein Geologe kann überall arbeiten – auch mal am Strand!

Als Geologe kann man überall auf der Welt Arbeit finden. Das Reisen reizt mich besonders, denn man hört immer wieder die Geschichten von Dozenten, die schon alles gesehen haben und bekommt dann richtig Fernweh! 😀