Die Suche nach fremden Planeten wird vor allem von einem bestimmt: Wir wollen eine zweite Erde finden. Im Folgenden gebe ich euch eine ganz kurze Einführung in die Thematik. Vielleicht interessiert es euch ja und ihr wollt tiefer in die Thematik eintauchen. Wenn ihr Fragen habt, hinterlasst mir gerne Kommentare! 😉

Gesucht: 500.000.000 km², ruhige Lage, Meerblick

Auf der Suche nach neuen Planeten stößt man zumeist auf welche, die weitaus größer als die Erde sind oder sehr nah an ihrem Zentralstern, bei uns ist das die Sonne, entlang laufen. Je größer der entdeckte Planet, desto wahrscheinlicher ist aber, dass er – wie auch Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun – aus Gas besteht und nicht wie die Erde ein Felsplanet ist. Je näher ein Planet um seine Sonne kreist, desto extremer weichen die Temperaturen von denen ab, die wir als lebensfreundlich einstufen.

Ziel der Suche sind daher vorwiegend Planeten, die in etwa die Größe der Erde haben und zudem in der sogenannten „habitablen Zone“ liegen. Das ist der Bereich um eine Sonne, in dem theoretisch Wasser in flüssiger Form vorkommen kann.

All

Unsere Erde liegt genau im richtigen Abstand zur Sonne

 

Die Suche gestaltet sich schwierig: Potentielle Planeten sind tausende von Lichtjahren von uns entfernt, das sind schnell mehrere Billiarden Kilometer. Meist kommt daher die Transitmethode zum Einsatz: Von uns aus betrachtet laufen die Planeten in regelmäßigen Abständen vor ihrem Mutterstern vorbei und schatten dabei einen kleinen Teil des Lichts ab. Daran lässt sich Größe und Umlaufbahn der Planeten annähernd berechnen.

Zum Beispiel wurden im April 2013 zwei besonders vielversprechende Kandidaten veröffentlicht. Kepler 62e und Kepler 62f kreisen um den Stern Kepler 62 – 1200 Lichtjahre entfernt von der Erde, zu sehen im Sternbild Leier. Die Radien der Planeten entsprechen dem 1,4 bzw. 1,6-Fachen des Erdradius, wodurch sie wahrscheinlich Felsplaneten mit einer festen Oberfläche sind. Aus dem Abstand zu Kepler 62 lässt sich errechnen, dass auf ihnen mittlere Temperaturen von 0° bzw. -16° Celsius herrschen. Gerade Kepler 62f hätte somit, falls er eine erdähnliche Atmosphäre besitzt, auch eine erdähnliche Temperatur. Einen interessanten und ausführlichen Artikel über 62e und 62f findet ihr hier: http://www.schattenblick.de/infopool/natur/astronom/napla510.html Ihr könnt auch einen Blick in das nachfolgende Video werfen, da wird noch einmal alles zusammengefasst 😀

Also: Wie gesagt nur eine kleine Einführung in ein riesiges und spannendes Thema. Wenn ihr Fragen oder Anregungen habt, schreibt mir bitte! 🙂