Unternehmensberatung!? Arbeiten da nicht nur Spießer oder Möchte-gern-Snobs mit Anzug und Krawatte? Außerdem ist das doch nur was für BWL-Studenten! Und was hat das mit diesem MINT-Blog zu tun? Schluss mit den Vorurteilen! Ich erzähle euch heute etwas über den spannenden Alltag und die vielen Möglichkeiten für MINT-Studenten in einer studentischen Unternehmensberatung.

Da ich selber Mitglied in der Studentischen Unternehmensberatung Stralsund (kurz: SUS) bin und – wie ihr vielleicht schon wisst – selber Maschinenbau studiert habe, kann ich das erste Vorurteil schon mal entkräften! Jeder der sich auf den Berufsalltag vorbereiten und wertvolle Erfahrung  parallel zum Studium  sammeln möchte, kann dem Verein beitreten. Aber fangen wir mal ganz von vorne an.

Was sind die Aufgaben einer Studentischen Unternehmensberatung?

Die Hauptaufgabe liegt darin, dass wir Unternehmen unsere Unterstützung anbieten. Aber wie sollten ein paar Studenten einem Unternehmen helfen können? Ganz einfach: gerade kleine bis mittelständische Unternehmen haben oft nicht ausreichend Personal oder einfach zu wenig Zeit, um sich mit Problemlösungen auseinanderzusetzen: beispielsweise mit einer zeitgemäßen Gestaltung der hauseigenen Homepage.. Oder jemand möchte ein Unternehmen gründen und benötigt für ein Darlehen bei der Bank einen Businessplan. In diesem Plan muss die Geschäftsidee inkl. deren geplante Umsetzung in Form eines Marketingkonzeptes und die Finanzierung dieses Vorhabens kurz und prägnant, aber allumfassend, dokumentiert werden. Wenn man es schafft die Bank von seiner Geschäftsidee zu überzeugen, steigt die Chance einen Kredit zur Firmengründung zu erhalten. In diesen oder in vielen anderen Fällen, kommen wir ins Spiel. Wir setzen uns mit den Unternehmern zusammen und sprechen über ihr Vorhaben. Anschließend erstellen wir ihnen ein Angebot, in dem wir ihnen auflisten, was zur Realisierung ihrer Visionen benötigt wird und was dies kostet.

Studentische Unternehmensberatung als Nebenjob

Kostet!? Ja, richtig gelesen! Für unsere Arbeit verlangen wir ein Honorar. Aber warum sollte sich ein Unternehmen darauf einlassen und vermeintlich unerfahrene Studenten engagieren? Weil sie doppelt und dreifach davon profitieren! Wir erledigen nicht nur ihre Arbeit, die sie ohne uns nicht bewältigen könnten, sondern bieten dies auch zu einem unschlagbaren Preis an. Zudem sind wir nicht nur günstiger als jede professionelle Unternehmensberatung, sondern können die gestellten Aufgaben ausführlicher und unter weniger Zeitdruck bewältigen. Das Unternehmen spart also jede Menge Geld und hat trotzdem denselben Nutzen. Und wir sammeln wichtige Erfahrungen, lernen neue Abläufe kennen und verdienen auch noch ein bisschen daran. Es ist also eine Win-win-Situation. Auf Abbildung 1 seht ihr mich bei einer Präsentation unserer Projektergebnisse. Dabei ist wichtig zu erwähnen, dass wir immer im Team arbeiten. Man hat also immer Ansprechpartner und vor allem erfahrenere SUS-Mitglieder im Team, die einem bei der Bearbeitung der jeweiligen Aufgabe zur Seite stehen. So braucht also niemand Angst davor zu haben, sich für ein solches – wir nennen es – Projekt, zu melden. Dabei kann man sich selbstverständlich aussuchen, ob man Lust und Zeit hat sich für ein Projekt zu melden. Denn immerhin läuft dies parallel zum Studienalltag. Aber das schöne daran ist, dass man unglaublich viele Erfahrungen während eines Projektablaufs sammelt, zu flexiblen Zeiten daran arbeiten kann und auch noch etwas dabei verdient.

Workshops und Events

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SUS-Mitglieder auf der 10. SUPA

Da wir auch nicht jeden Tag eine neue Projektanfrage haben, organisieren wir jedes Semester vier bis sechs Workshops, die von unseren langjährigen Geschäftskontakten durchgeführt werden und deren Teilnahme für alle Studenten kostenlos ist. Mögliche Workshops sind z.B. Bewerbungstraining, Projektmanagement für Ingenieure oder Präsentationstechniken. Darüber hinaus engagieren wir uns auch bei vielen weiteren Events auf unserem Campus. So haben wir z.B. im Jahr 2013, die 10. SUPA (=Stralsunder Unternehmens-, Praktikanten- und Absolventenbörse) organisiert, die alle zwei Jahre stattfindet und mit rund 140 teilnehmenden Unternehmen zu der größten Messe dieser Art in Mecklenburg-Vorpommern gehört (siehe Abb. 2). Rund 40 SUS-Mitglieder haben bei der Planung, dem Auf- und Abbau und dem gesamten Tagesablauf geholfen. Mehr Infos dazu findet ihr unter: www.supa.fh-stralsund.de

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beim 12. Rügenbrückenlauf

Damit ihr aber auch seht, dass wir nicht nur im Anzug rumlaufen, zeige ich euch in den folgenden zwei Abbildungen ein Teamevent, bei dem 12 Mitglieder von uns bei dem jährlich stattfindenden Rügenbrückenlauf teilgenommen haben.

Mehr Infos findet ihr hier: www.ruegenmarathon.de

 

 

 

Falls ich euer Interesse geweckt habe und ihr mehr über den Verein und unsere Aufgaben erfahren wollt, könnt ihr euch bei Facebook über die aktuellen Geschehnisse informieren, unsere Homepage besuchen http://www.die-sus.de/ oder unseren Fernsehauftritt angucken: