Ich liebe den Geruch von neuen Büchern. Das erste Mal aufschlagen, die glatten Seiten durchblättern und die Überschriften lesen, meistens auch die Vorfreude auf den Inhalt. Ich mag diese altmodischen Dinger einfach. Auch beim Studieren kommt man wohl nicht drum herum mal ein Buch in die Hand zu nehmen. Aber wie viele Bücher muss man wirklich kaufen und besitzen?

Zu Beginn der Vorlesungen, gibt einem jeder Dozent mehrere Empfehlungen, welche Bücher man besitzen sollte. Der „Am-Anfang-des-Semesters-bin-ich-super-motiviert-Student“ hat das Gefühl, dass man diese auch unbedingt braucht und man direkt in den Buchladen rennen sollte, bevor alles weg ist. Nach einigen weiteren Vorlesungen und Professoren, die ganze Literaturlisten rausgeben, ist man sich nicht mehr ganz so sicher und auch der Blick auf das Konto lässt kaum zu all diese Bücher zu kaufen. Weihnachten ist noch eine Option….aber ganz ehrlich, jedes Weihnachten nur Fachbücher vom Weihnachtsmann, obwohl man doch so brav war…das ist eigentlich eher eine Bestrafung 😀 Weiteres Problem: zwei Semester pro Jahr, aber nur einmal Weihnachten 😉

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In der Zentralbibliothek in Greifswald wird man sicher fündig!

Also muss man abwägen „Welches Buch kaufe ich wirklich?“ Erst einmal macht es Sinn, sich an den Ort zu begeben, wo die Bücher zuhause sind. In der Universitätsbibliothek  findet man so ziemlich alle Fachbücher, die zum Studieren wichtig sind. Man kann sich einen ruhigen Platz suchen und einfach mal in ein paar Bücher reinlesen. Bücher sind nämlich auch Geschmackssache: Der eine braucht anschauliche Bilder und Texte, die es kurz und knapp auf den Punkt bringen. Der andere liest gerne ausführliche und detailreiche Texte. Außerdem ist zu beachten, wie lange man das jeweilige Fach wirklich belegt und wie genau es in der Vorlesung behandelt wird. Danach sollte sich auch die Dicke des Buches richten. Zusätzlich sollte man sich auch immer die Frage stellen, ob es nicht reicht das Buch für ein Semester mal aus der Bibliothek auszuleihen, weil einen das Thema weniger interessiert und man danach eh nicht mehr reinguckt. Oder erst einmal ausleihen und dann kaufen wenn man merkt, dass einem das Arbeiten damit wirklich etwas bringt.

Auch ein Blick auf das schwarze Brett oder in Studentenportale lohnt sich! Dort werden oft gebrauchte Bücher erheblich günstiger verkauft. Zum Teil sind sie kaum benutzt und deshalb gut erhalten. Ich habe zum Beispiel letztes Jahr ein Buch von einem Studenten gekauft, der nach ein paar Wochen nach Studienbeginn den Studiengang gewechselt hat. Man sollte also immer etwas Zeit darauf verschwenden zu überlegen welches Buch man wirklich braucht 😉

Manchmal hilft es auch sich Tipps von höheren Semestern zu holen und nachzufragen, inwieweit sich die Vorlesung an einem Buch orientiert hat. Vielleicht lohnen sich nur einzelne Kapitel aus mehreren Büchern, die man fix in der Bibliothek kopiert oder einscannt.

Ich persönlich habe manchmal ein Buch zu viel gekauft, aber des Öfteren war es doch von Vorteil eins im Schrank zu haben. Ich kann also nur sagen: kauft Bücher, aber denkt vorher darüber nach!