Eine erfolgreiche, spannende und ereignisreiche Road-Show liegt hinter uns. Zehn Tage lang standen Studierende, Dozenten und Studienberater der Hochschulen Mecklenburg-Vorpommerns als Experten für uns zur Verfügung. Sie erklärten interessierten Schülerinnen und Schülern die mitgebrachten wissenschaftlichen Projekte und beantworteten die Fragen der Nachwuchsforscher.

Für alle die nicht dabei sein konnten, stellen wir in den kommenden Tagen noch einmal einige Exponate hier im Blog vor, die wir auf der Road-Show dabei hatten.

Starten wollen wir heute mit dem Bereich „Life Science“. Ein Bereich der Biowissenschaften, der zukunftsweisend für die medizinische Forschung ist.


Moderne Gefäßimplantate

Mit dabei hatten wir hier unter anderem die Stents des Forschungsverbundes REMEDIS. Hier forschen Studierende der Universität Rostock an innovativen Implantaten für das Herz-Kreislauf-System, an Glaukomstents für das Auge sowie Tubenstents für das Ohr. Im Auge sorgen Stents z.B. für die Senkung des Augeninnendrucks, welcher die Augenerkrankung Grünen Star verursacht.

Für alle, die keine Mediziner sind: ein Stent ist eine gitterartige, röhrenförmige Gefäßstütze, die in Hohlorgane eingebracht wird, um sie offen zu halten.

Eingesetzt werden sie, wenn Blutgefäße verstopft sind oder zu verstopfen drohen. Sie sorgen durch Aufweitung der verstopften Gefäße dafür, dass das Blut wieder ungehindert fließen kann. Solche Implantate tragen maßgeblich zur Verbesserung der Lebensqualität der Patienten und zur Steigerung des Therapieerfolges bei.

Solche und ähnliche Innovationen könnt ihr erforschen, wenn ihr ein Hochschulstudium in folgenden Fachrichtungen absolviert:

 

Neuartige Therapie für Sportverletzungen

Außerdem mit dabei war das iHeal-Messsystem der Uni Rostock. Messsystem, klingt erst mal nicht sonderlich sexy, ist aber dennoch super spannend. Denn das System soll die Diagnose und Therapie von Kreuzbandverletzungen verbessern. Eine Verletzung, die besonders bei Kontaktsportlern wie Fußballern und Handballern häufig vorkommt.

Und so funktioniert’s: iHeal ist ein System zur Messung der Verschiebbarkeit des menschlichen Unterschenkels gegenüber der Kniescheibe. Diese Verschiebung, auch Tibiaverschiebung genannt, gibt Aufschluss über den Zustand der Kreuzbänder.

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Schüler testen das iHeal

 

Heute wird die Tibiaverschiebung vorrangig mit der Hand oder anhand eines MRT-Scans gemessen. Ersteres führt zu subjektiven Ergebnissen, die nur schwer nachprüfbar sind. Zweiteres ist zwar genauer, aber dafür sehr teuer. Beides belastet außerdem den Körper des Patienten.

Das Messsystem iHeal bietet hier eine gute und günstige Alternative mit extrem akkuraten Ergebnissen. Außerdem soll das System ermöglichen, die Heilung und den Therapiefortschritt zu beobachten, sodass für jeden Patienten ein individuelles Reha-Konzept erstellt werden kann.

 

 

Obwohl die Problemstellung eine rein medizinische ist, wurde hier fächerübergreifend zusammengearbeitet. Das System wurde entwickelt und entworfen. Die nötige Elektronik wurde zusammengestöpselt, die Einzelteile des Systems von einem 3D-Drucker gedruckt und zusammengebaut. Wer solche Projekte spannend findet und selbst einmal ähnliche Systeme entwickeln möchte, sollte z.B. folgende Fachrichtungen studieren: