Als ich mich entschied zu studieren, stand für mich die Frage im Raum: „In welche Richtung gehst du?“ Aufgrund meiner Ausbildung und meiner beruflichen Erfahrungen, die ich zuvor gesammelt hatte, kam für mich nur ein Studium im MINT-Bereich in Frage. Da es in meiner Heimatstadt Neubrandenburg eine Hochschule gibt, war dies mein erster Anlaufpunkt. Nach einiger Überlegung war mir klar, Geoinformatik soll es sein. Und siehe da, ein sowohl interessanter, praxisbezogener als auch abwechslungsreicher Studiengang war gefunden.

Ohne Geoinformatik keine modernen Navigationsprogramme

Nach zwei erfolgreichen Semestern und vielen neuen Eindrücken wurde ich bis jetzt nicht enttäuscht. Im Gegenteil, Geoinformatik stellte sich als weitaus interessanter und komplexer dar, als ich anfänglich dachte. Die Vielfältigkeit wurde mir erst richtig bewusst, nachdem die ersten Vorlesungswochen der Vergangenheit angehörten. Ich fand heraus, dass Geodaten (Daten mit einem Raumbezug) nicht nur dazu dienen, um Karten und Oberflächen darzustellen, sondern, dass mit Hilfe von modernsten Techniken, die auf mathematischen Grundlagen basieren und durch Satelliten weltweit genutzt werden, die gesamte Erde entdeckt werden kann. Für die meisten von uns ist das Smartphone unabdingbar und wird tagtäglich genutzt.  Geocaching– oder Navi-Apps sind eine Selbstverständlichkeit geworden, doch ohne die Geoinformatik wäre dies alles nur Schall und Rauch.Vielleicht denkt ihr daran, wenn ihr das nächste Mal eine Route plant oder einfach mal diverse Internetseiten nutzt, um euch die Welt von oben anzuschauen. Geoinformatik ist also ein rundum spannender Studiengang.

Praxisbezug durch Exkursionen

Weil die Professoren allesamt gewillt sind, den Studiengang so praxisnah wie möglich zu gestalten, um den Studenten einen bestmöglichen Einblick in ihr späteres Arbeitsfeld zu verschaffen, wird schon während des Studiums das ein oder andere Unternehmen besucht. Davon profitieren wir Studenten sehr.

Zum Anfang des zweiten Semesters war z.B. ein Ausflug nach Neustrelitz zu einem Unternehmen geplant, welches zu den größten und modernsten Forschungseinrichtungen Europas gehört. Da ihr ja nun schon kleine Geoinformatikerinnen und Geoinformatiker bei eurer Routenplanung seid und das Internet sowie deren Suchmaschinen wie eure Westentasche  kennt, dürfte es für jeden von euch eine Kleinigkeit sein, dieses Unternehmen ausfindig zu machen 😉

Das Unternehmen hatte sich super auf uns vorbereitet, denn jede Abteilung stellte sich einzeln mit Vorträgen und Präsentationen vor und ermöglichte uns somit einen optimalen Einblick in den Arbeitsablauf, deren Tätigkeitsfelder und in die laufenden Projekte. Natürlich haben solche Exkursionen auch damit zu tun, dass Unternehmen immer auf der Suche nach jungen und engagierten Nachwuchsfachkräften aus der Region sind. Einziger Haken: Man benötigt natürlich einen guten Abschluss.  Für mich persönlich ist das aber ein großer Ansporn, das Studium bestmöglich abzuschließen.

Aber auch wer andere Pläne hat und beispielsweise nach seinem Studium ins Ausland gehen möchte, ist mit diesem Studiengang gut bedient, denn Geoinformatik an der HS Neubrandenburg schließt mit einem Bachelor of Engineering ab und Ingenieure bekommen immer ein breites Fachwissen vermittelt, mit dem sie vielseitig und auch international einsetzbar sind. Ich persönlich würde mich daher immer wieder für dieses Studienfach entscheiden.